Herr Breyer hat sehr viel Zeit investiert und eine Art Rundumschlag veranstaltet, in dem er mir die wissenschaftliche Qualifikation abspricht und mich verschwörungstheoretisch der Braunkohle-Mafia zuordnet. Ganz allgemein möchte ich dazu sagen, dass ich weder für noch gegen eine bestimmte Technologie zur Energieerzeugung bin. Mein Interesse ist es nicht, irgendeine Industrie zu fördern oder zu bekämpfen, sondern eine rationale Antwort auf dem Klimawandel zu geben. Mir geht es ausschließlich darum, Klimapolitik kosteneffizient zu gestalten. Dazu mache ich konstruktive Vorschläge und übe Kritik an Ansätzen, die Klimapolitik betreiben wollen, ohne dabei die Kostenseite zu beachten. Eine wie auch immer geartete Verbindung zu Energieunternehmen oder Lobbygruppen besteht nicht und hat nie bestanden. Im Unterschied dazu ist Herr Breyer eindeutig mit den erneuerbaren Energien verbunden. Als langjähriger Mitarbeiter in einem großen Unternehmen der Solarindustrie und Inhaber einer Professur für Solartechnologie kann man ihn sicher ohne Einschränkung als Lobbyist für eben diese Technologie und die zugehörige Industrie bezeichnen. Ich verstehe seine Polemik deshalb als die Äußerung eines Lobbyisten mit eindeutigen ökonomischen Interessen und nicht als die eines Wissenschaftlers. Dennoch möchte ich zu den einzelnen Vorwürfen, die Herr Breyer erhebt, Stellung beziehen.

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